Backen im Gasofen – Hilfe! Ein paar Tipps…

Ich backe gerne dann und wann mal einen Kuchen, und da meine gesamtem Backutensilien in Deutschland geblieben sind, habe ich mir vor ein paar Tagen ein neues „Basis-Backset“ zusammengestellt, bestehend aus einer Teflon-Backform und den wichtigsten Zutaten.

Backpulver, Vanillepulver (statt Vanillezucker), Natron und anderes Backzubehör bekommt man in Dubai zum Beispiel bei der Supermarktkette Carrefour.

Jetzt beginnt das Projekt: Backen wie zu Uromas Zeiten…denn in dem Apartment hier in Dubai, in dem ich zur Zeit wohne, gibt es nur einen einfachen Gasofen – von fehlenden Küchengeräten wie Handmixer und Co ganz abgesehen – nicht mal einen Rührbesen gibt es. Doch davon lasse ich mich nicht abhalten.

Da ich noch nie mit einem Gasbackofen gebacken habe, mache ich mich im Netz schlau, welche Probleme beim Backen auftreten können („Kuchen unten verbrannt, weil die Hitze von unten kommt, aber oben noch roh“) und suche mir ein einfaches Rührkuchenrezept raus.

Folgendes Rezept habe ich für meinen Kuchen im Gasofen  genutzt:

 

500 g Butter oder Margarine
500 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
8 Ei(er)
500 g Mehl
1 Pck. Backpulver
Fett für die Form

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eier dazugeben und cremig rühren, Mehl mit Backpulver vermischen und einsieben. Bei 180 °C ca. eine Stunde backen. – Quelle: Chefkoch.de

Folgendes hat mir beim Backen im Gasofen geholfen:

Die 7 Tipps zum Backen im Gasofen:

–          Material der Backform: Im Netz steht häufig, man solle lieber Weissblechformen nutzen – bei mir hat es aber auch mit einer dunklen Teflonform geklappt.

–          Backofen vorheizen: Ich habe den Backofen nur kurz vorgeheizt – die Temperatur bei Gas ist ja sehr schnell erreicht.

–          Niedrige Temperatur: Wenn ihr (so wie ich) kein Backofenthermometer habt, tastet euch an die optimale Backtemperatur heran. Mein Ofen hat zwar Temperaturangaben auf dem Drehknopf zur Gasregulation, aber ob die stimmen, weiß ich nicht – die kleinste Temperaturangabe bei mir ist 180 °C. Im Zweifel lieber eine möglichst niedrige Temperatur wählen! Der Kuchen braucht dann zwar länger (und länger kann auch eine halbe Stunde oder mehr bedeuten), verbrennt aber nicht so schnell von unten.

–          Zweites Backbleck auf unterster Stufe einschieben: Dadurch wird die direkte Hitze, die sonst auf den Kuchenboden knallt, etwas gemildert, die Hitze wird gleichmäßiger.

–          Kuchen oben einschieben: Den Kuchen möglichst mittig oder oben in den Ofen einschieben – aber nach oben so viel Platz lassen, dass er aufgehen kann.

–          Backdauer: Mein Kuchen hat wesentlich länger gebraucht (90 Min.), als im Rezept (60 Min.) angegeben. Als ich nach einer Stunde in den Ofen geguckt habe, war der Kuchen oben noch weiß und ich habe schon Panik geschoben, dass er noch nicht durch war, aber nach 30 weiteren Minuten war er gar, ohne verbrannt zu sein.

–          Stäbchenprobe! : Unbedingt den Kuchen mit einem Holzstab anpieksen, um festzustellen, ob er durch ist – und sich nicht von der vielleicht ungewohnt hellen „Kruste“ abschrecken lassen! Wenn der Kuchen durch ist, raus damit, auch wenn er von oben vielleicht heller ist, als ihr es vom Elektro-Ofen gewöhnt seid.

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